Definition
Ein Integralfunktor zwischen den beschränkten abgeleiteten Kategorien kohärenter Garben D^b(X) → D^b(Y), bestimmt durch ein Objekt (den Kern) P in D^b(X×Y); er schickt F ∈ D^b(X) auf Rπ_{Y*}(π_X^*F ⊗^L P) und kodiert Korrespondenzen zwischen X und Y auf abgeleitetem Niveau.

Prinzip

Prinzip
Integralkerne komponieren durch abgeleitete Faltung auf Faserprodukten, daher entspricht die Komposition von Fourier–Mukai-Transformen der Faltung der Kerne; wenn der Kern die Voraussetzungen von Eigentlichkeit und Perfektion erfüllt, ist der Transformator exakt und kann Äquivalenzen (Fourier–Mukai-Partner) erzeugen.

Demonstration

Demonstration
Beispiel: Für duale abelsche Varietäten A und  definiert das Poincaré-Linienbündel P auf A× eine Fourier–Mukai-Äquivalenz D^b(A) ≅ D^b(Â); Skyscraper-Garben werden je nach Kern auf stabile Vektorbündel oder translierte Linienbündel abgebildet und spiegeln klassische Fourier-Phänomene in der algebraischen Geometrie wider.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Den Transformator als punktweisen oder naiven Fourier-Transform zu behandeln und abgeleitete Pullbacks/Pushforwards, Tor-Bedingungen beim Tensor oder die Verwendung nichtperfekter/nicht-eigener Kerne zu ignorieren, die Beschränktheit und Kohärenz zerstören; davon auszugehen, jede birationale Abbildung induziere eine Fourier–Mukai-Äquivalenz, ohne Kerne sowie Endlichkeitsbedingungen zu prüfen.

Konsequenz

Konsequenz
Bietet eine mächtige Quelle abgeleiteter Äquivalenzen, identifiziert Modulräume, überträgt Stabilitätsbedingungen und Invarianten und induziert Isomorphismen in der Hochschild-(Ko)homologie sowie in vielen numerischen Invarianten, sofern eine Äquivalenz besteht.

Umkehrung

Umkehrung
Die Inverse einer Fourier–Mukai-Äquivalenz ist wiederum eine Fourier–Mukai-Transformation mit dem adjungierten Kern (abgeleiteter Dualund Tausch); existiert kein adjungierter Kern mit den erforderlichen Endlichkeitsbedingungen, kann der Transformator zwar volltreu, aber nicht wesentlich surjektiv sein und Einbettungen statt Äquivalenzen liefern.

Abgrenzung

Abgrenzung
Wirkt für abgeleitete Kategorien kohärenter Garben unter Voraussetzungen von Eigentlichkeit, endlicher Tor-Dimension und perfekten Kernen; versagt oder muss ersetzt werden für unbeschränkte Kategorien, nichtkoherente Koeffizienten oder Kerne ohne Endlichkeitsbedingungen und erfordert Vorsicht auf singulären Räumen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Wird häufig mit der klassischen Fourier-Transformation auf Funktionsräumen verglichen: beide nutzen Integralkerne und Faltung, doch Fourier–Mukai lebt in der abgeleiteten algebraischen Geometrie und operiert an Komplexen und abgeleiteten Bild-/Rückziehfunktoren statt an punktweisen oszillierenden Integralen.

Synthese

Synthese
Eine Fourier–Mukai-Transformation ist ein integraler, kerndefinierter Funktor zwischen abgeleiteten Kategorien, der geometrische Korrespondenzen als abgeleitete Faltungen realisiert; unter Endlichkeits‑ und Perfektionshypothesen liefert sie tiefgreifende Äquivalenzen, die Geometrie, Modulräume und homologische Invarianten verbinden.