Definition
Eine graduierte Monomialordnung, die zuerst den Gesamtexponenten vergleicht und bei Gleichheit den lexikographisch-inversen Tie-Break verwendet: Exponentenvektoren werden von der letzten Variable zur ersten verglichen, und an der rechtsesten Stelle, an der sie sich unterscheiden, macht der kleinere Exponent das Monom größer. Aufgrund seines günstigen praktischen Verhaltens wird es häufig für Gröbner-Basis-Berechnungen verwendet.

Prinzip

Prinzip
Primärer Schlüssel: Gesamtexponent. Sekundärer Schlüssel: reverse-lexikographischer Vergleich der Exponentenvektoren, wobei die rechtseste unterschiedliche Komponente entscheidet und ein kleinerer Exponent das Monom größer macht.

Demonstration

Demonstration
Mit x>y>z vergleicht man x^2y (2,1,0) und xy^2 (1,2,0); beide haben Gesamtexponent 3. Betrachtet man die Variablen von z nach x, ist die erste Differenz bei y (1 vs. 2). Da 1<2, gilt x^2y > xy^2 in der graduierten inversen lexikographischen Ordnung (Grevlex).

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Annehmen, Grevlex erzwinge dieselben Eliminationsmuster wie lex oder erhalte in allen Fällen sparsamer Koeffizienten; Grevlex verbessert oft das Gradverhalten, garantiert aber nicht die gleichen Eliminationsideale durch einfache Projektion wie lex.

Konsequenz

Konsequenz
Grevlex führt häufig zu Gröbner-Basen mit geringerem Gradwachstum und besserer Rechenleistung in der Praxis; deshalb ist es in Computeralgebra-Systemen oft die Voreinstellung.

Umkehrung

Umkehrung
Wechsel zu GrLex oder reinem lex: Wenn statt des reverse-Tie-Breaks ein lex-Tie-Break oder keine Gradpriorität verwendet wird, ändert sich die Wahl der Leitmonome und damit die Komplexität.

Abgrenzung

Abgrenzung
Definiert für gewöhnliche Polynomringe mit Totalgrad-Gradierung; es deckt nicht automatisch gewichtete reverse-lex-Orden oder nichtkommutative Situationen ohne Anpassung ab.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Konkurriert mit GrLex und lex: Grevlex verbindet Grad-priorität mit reverse-Tie-Break, das tendenziell dünner besetzte Hochgradmonome begünstigt, während lex strikte Variablenpriorität und GrLex ein vorwärts-lex Tie-Break verwendet.

Synthese

Synthese
Grevlex ordnet Monome nach Gesamtexponenten und löst Gleichgradfälle durch reverse-lexikographischen Vergleich der Exponenten von letzter zu erster Variable; dabei wird strikte Variablenpriorität gegen günstigere Grad-Wachstums-Eigenschaften und oft bessere praktische Performance eingetauscht.