 ##  [Krull–Schmidt-Satz](/de/node/63903) 

 Definition

Eindeutigkeitsaussage für Direktsummenzerlegungen: Unter geeigneten Finitheitsannahmen (z. B. Moduln endlicher Länge oder Moduln über einem semiperfekten Ring) ist jede Zerlegung eines Moduls in indekomponierbare Summanden bis auf Reihenfolge und Isomorphie eindeutig.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Indecomponierbare Summanden fungieren unter Finitheitsbedingungen als atomare Bausteine, und Direktsummenzerlegungen besitzen eine Abschaffungs-/Rigiditätseigenschaft, die Eindeutigkeit garantiert.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Sei M ein Modul endlicher Länge mit Zerlegungen M ≅ ⊕_{i=1}^r A_i ≅ ⊕_{j=1}^s B_j, wobei A_i, B_j indekomponierbar sind; Krull–Schmidt besagt, dass r = s und nach Umordnung A_i ≅ B_i für alle i gilt.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Das Annehmen der Eindeutigkeit indekomponierbarer Zerlegungen ohne Prüfung der Voraussetzungen: Es gibt Ringe und Moduln (ohne Finitheits- oder semiperfekte Voraussetzungen) mit nicht eindeutigen Zerlegungen in Indecomponierbare.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Ermöglicht die Klassifikation von Moduln durch ihre indekomponierbaren Summanden, bildet die Grundlage vieler Strukturtheoreme in der Darstellungstheorie und erlaubt das Ablesen von Invarianten aus Zerlegungen.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

In Kontexten ohne Krull–Schmidt-Voraussetzungen können Zerlegungen nicht eindeutig sein und indekomponierbare Summanden dienen nicht als kanonische Invarianten; Cancellation kann versagen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt unter expliziten Finitheits-/semiperfekten Bedingungen (endliche Länge, artinische oder semiperfekte Ringe); nicht automatisch gültig für unendlich erzeugte Moduln oder beliebige Ringe.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spannung zur Jordan–Hölder-Eindeutigkeit (Kompositionsfaktoren bis auf Reihenfolge) — Krull–Schmidt betrifft indekomponierbare Direktsummanden, was sich in Geltungsbereich und Voraussetzungen unterscheidet.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Krull–Schmidt formuliert, dass unter geeigneten Größen- und Ringannahmen Moduln eindeutig in indekomponierbare Summanden zerlegt werden, wodurch diese Summanden die kanonischen atomaren Bausteine der Klassifikation bilden.