 ##  [Lemma von Burnside](/de/node/63490) 

 Definition

Ein Zähllemma, das die Anzahl der verschiedenen Bahnen (Orbits) einer endlichen Menge unter der Wirkung einer endlichen Gruppe dadurch berechnet, dass die Anzahl der Fixpunkte der Gruppenelemente gemittelt wird.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Die Anzahl der Bahnen ist der Durchschnitt über die Gruppenelemente der Größe ihrer Fixpunktmengen: |X/G| = (1/|G|) ∑_{g∈G} |Fix(g)|.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Zähle Färbungen der Eckpunkte eines Quadrats bis auf Rotationssymmetrien, indem man die Anzahl der von jeder Rotation fixierten Färbungen mittelt (Rotationengruppe des Quadrats).

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Fixpunktzahlen über eine Menge mitteln, die keine Gruppe ist, oder über eine unendliche Gruppe ohne geeignete Normierung, was zu sinnlosen oder falschen Orbitzahlen führt.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Bietet eine effektive und oft einfache Methode, verschiedene Konfigurationen unter Symmetrie zu aufzuzählen, indem das Orbitzählen auf Fixpunktberechnungen pro Gruppenelement reduziert wird.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Man kann das Lemma umkehren, indem man jedes Gruppenelement durch seine Zyklenstruktur beschreibt; Pólya's Theorem verallgemeinert dies, indem es diese Strukturen im Zyklusindex-Polynom kodiert.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Voraussetzung ist eine endliche Gruppenwirkung auf einer endlichen Menge; nicht anwendbar, wenn die Wirkung keine Permutationen sind oder die Orbits ohne weitere Struktur unendlich sind.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spannung gegenüber Orbit–Stabilisator-Zählmethoden oder Brute-Force-Klassifikation: Burnside reduziert globale Zählung auf lokale Fixpunktprüfungen, während Orbit–Stabilisator auf einzelnen Stabilizern und Orbitgrößen beruht.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Burnsides Lemma verbindet Symmetrie und Zählung, indem es ein globales Enumerationsproblem in einen Durchschnitt lokaler Invarianten umwandelt und so die Grundlage für zyklusindexbasierte Methoden wie Pólyas Satz legt.