 ##  [Wohlordnungsprinzip](/de/node/63484) 

 Definition

Die Aussage, dass jede nichtleere Menge positiver Ganzer (oder allgemeiner jede wohlordnungsfähige Menge) ein kleinstes Element bezüglich der üblichen Ordnung besitzt; praktisch formuliert man dies oft für die natürlichen Zahlen: 'jede nichtleere Teilmenge von N hat ein kleinstes Element.'

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Existenz eines Minimalelements: Die ordnende Idee ist, dass diskrete, wohlgeordnete Bereiche Induktion und Argumente mit minimalen Gegenbeispielen erlauben, weil jede nichtleere Teilmenge ein kleinstes Element enthält.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Beispielsweise hat eine nichtleere Teilmenge S der natürlichen Zahlen ein kleinstes Element m; dies ist die Grundlage von Beweisen durch minimalen Gegenbeweis: man nimmt das kleinste n, für das die Eigenschaft fehlschlägt, und nutzt dessen Minimalität zur Widerspruchsherstellung.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Das Wohlordnungsprinzip auf partiell geordnete Mengen anwenden, ohne Wohlgründigkeit zu prüfen, oder annehmen, dass jede Teilmenge der reellen Zahlen ein kleinstes Element in der üblichen Ordnung hat — was scheitert, weil die reellen Zahlen nicht wohlgeordnet sind unter &lt;.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Rechtfertigt Induktion und viele Formen von Abstiegs- und Minimalisierungsargumenten auf N; in Verbindung mit geeigneten mengentheoretischen Annahmen ist es in bestimmten Formulierungen äquivalent zum Auswahlaxiom und liefert strukturelle Existenzsätze.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Die Verneinung wäre die Existenz einer nichtleeren Menge ohne kleinstes Element im betrachteten Bereich; für N ist das ausgeschlossen, aber in anderen Ordnungen (z. B. Z oder R) können minimale Elemente fehlen und die entsprechenden Argumente versagen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt so formuliert für die Standardordnung der natürlichen Zahlen und jede wohlgeordnete Menge; es gilt nicht für beliebige partielle Ordnungen oder für Ordnungen, die absteigende Folgen oder dichte Anordnungen wie die reellen Zahlen unter &lt; zulassen.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spannung zu Begriffen wie Ordnungendichte und Vollständigkeit: Das Wohlordnungsprinzip betont Diskretheit und das Vorhandensein von Minima, während dichte Ordnungen das Fehlen unmittelbarer Nachfolger und vielfach von Minima betonen.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Das Wohlordnungsprinzip besagt, dass in wohlgeordneten Bereichen jede nichtleere Teilmenge ein kleinstes Element besitzt; dies stützt Induktion, Beweise mittels minimaler Gegenbeispiele und Abstiegsargumente, während es in dichten oder nicht wohlgegründeten Ordnungen versagt.