 ##  [Assoziativgesetz](/de/node/63442) 

 Definition

Die algebraische Eigenschaft einer binären Operation, dass die Gruppierung (Klammerung) der Operanden das Ergebnis nicht verändert: für alle a, b, c im Träger gilt (a·b)·c = a·(b·c).

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Ist eine Operation assoziativ, so können beliebig viele Operanden ohne Klammern kombiniert werden; die Operation definiert eine kohärente n-äre Verknüpfung, die unabhängig von der Gruppierung ist.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Addition reeller Zahlen: (1+2)+3 = 1+(2+3) = 6. Matrizenmultiplikation ist assoziativ: (AB)C = A(BC) für passende Matrizen. Funktionsverkettung ist assoziativ: (f∘g)∘h = f∘(g∘h).

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Subtraktion oder gewöhnliche Division fälschlich als assoziativ zu behandeln und (a−b)−c in a−(b−c) umzuschreiben führt zu falschen Ergebnissen; ebenso die unbelegte Annahme, dass eine neue Operation assoziativ sei.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Assoziativität erlaubt das Weglassen von Klammern bei langen Produkten, begründet die Definition von Halbgruppen und Monoiden und unterstützt induktive Definitionen und Algorithmen, die Terme beliebig paaren.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Nicht-assoziative Operationen (z. B. Subtraktion, bestimmte Operationen in Schleifen oder die Multiplikation in einigen nichtassoziativen Algebren) sind klammerabhängig: (a·b)·c kann sich von a·(b·c) unterscheiden.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt für eine bestimmte binäre Operation auf einer gegebenen Menge; impliziert nicht Kommutativität oder Distributivität und lässt sich nicht automatisch auf gemischte Operationen übertragen. Assoziativität kann für manche Elemente gelten und für andere nicht (partielle Assoziativität).

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Wird oft mit Kommutativität verwechselt (Ordnungsinvarianz): Assoziativität betrifft die Gruppierung, Kommutativität die Reihenfolge. In der Kategorientheorie tritt statt strikter Gleichheit häufig eine kohärente Form mit Assoziator-Morphismen auf.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Das Assoziativgesetz besagt, dass bei einer gegebenen binären Operation das Ergebnis beim wiederholten Verknüpfen unabhängig von der Klammerung ist, wodurch konsistente Mehrfachverknüpfungen und auf wiederholter Anwendung beruhende algebraische Strukturen möglich werden.