 ##  [Eigenvektor](/de/node/63403) 

 Definition

Ein von null verschiedener Vektor v mit Av = λv für ein Skalar λ (den zugehörigen Eigenwert); Eigenvektoren erzeugen Eigenräume und sind bis auf skalare Vielfache eindeutig.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Eigenvektoren tragen konkret invariante Richtungen: der Eigenraum zu λ ist ker(A−λI), ein linearer Unterraum dessen Dimension der geometrischen Vielfachheit von λ entspricht; sie bilden eine Basis, wenn der Operator diagonalisierbar ist.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Für diag(5,3,3) in R^3 ist jedes von null verschiedene Vielfache von e1=(1,0,0) ein Eigenvektor zum Eigenwert 5; der Eigenraum zum Eigenwert 3 ist die von e2 und e3 aufgespannte Ebene und enthält unendlich viele Eigenvektoren.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Den Nullvektor als Eigenvektor zu betrachten oder zu glauben, Eigenvektoren für denselben Eigenwert seien eindeutig, sind gängige Fehler; ebenso ist die Annahme, Eigenvektoren zu verschiedenen Eigenwerten seien stets orthogonal, falsch außer bei speziellen Operatoren (z. B. normal).

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Ein vollständiges System linear unabhängiger Eigenvektoren liefert Diagonalisierung und erleichtert Berechnungen (Potenzbildungen, Exponentialfunktionen) und die Modalanalyse; partielle Eigenvektorinformation liefert invariante Unterräume für Reduktion und Störungstheorie.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Generalisierte Eigenvektoren treten auf, wenn (A−λI) nicht diagonalisierbar ist: sie erfüllen (A−λI)^k v = 0 für ein k&gt;1 und erweitern Eigenvektoren zu Ketten, die die nilpotente Wirkung erfassen, im Gegensatz zu gewöhnlichen Eigenvektoren mit k=1.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Eigenvektoren sind relativ zu einem bestimmten Eigenwert definiert; der Nullvektor ist ausgeschlossen. Über nicht algebraisch abgeschlossenen Körpern können manche Eigenvektoren erst nach Körpererweiterung existieren. Numerische Approximationen können Näherungs-Eigenvektoren liefern, die nicht exakt invariant sind.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Es besteht Spannung zwischen Eigenvektoren und Singulärvektoren: Singulärvektoren betreffen A*A und optimale Normverstärkung, während Eigenvektoren die invarianten Richtungen von A selbst beschreiben; ihre Verwechslung vermengt unterschiedliche geometrische Informationen.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Ein Eigenvektor ist ein von null verschiedener Vektor, den ein linearer Operator lediglich skaliert; Mengen von Eigenvektoren bilden Eigenräume, die grundlegenden invarianten Bausteine zur Zerlegung und zum Verständnis linearer Operatoren.