 ##  [Ordnung](/de/node/63387) 

 Definition

Für ein Element in einer algebraischen Struktur mit einer binären Operation und einem neutralen Element ist die Ordnung die kleinste positive ganze Zahl n, sodass die n‑fache Anwendung der Operation auf das Element das neutrale Element ergibt; existiert kein solches n, hat das Element unendliche Ordnung.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Die Ordnung misst die Periodizität eines Elements unter Iteration der Operation und bestimmt die vom Element erzeugte zyklische Untergruppe; sie ist ein grundlegendes Invariant, das das Verhalten des Elements mit der Untergruppenkonstruktion verknüpft.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

In der additiven Gruppe Z/12Z hat die Klasse 3 die Ordnung 4, weil 3+3+3+3 ≡ 0 (mod 12) und keine kleinere positive Summe 0 ergibt. In der symmetrischen Gruppe S3 hat der 3‑Zyklus (1 2 3) die Ordnung 3, weil seine dreifache Komposition die Identität ist.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Ordnung eines Elements mit der Ordnung einer Menge oder Gruppe zu verwechseln, oder fälschlich anzunehmen, dass in einer unendlichen Gruppe alle Elemente endliche Ordnung haben.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Die Kenntnis der Ordnung eines Elements liefert seine gesamte zyklische Untergruppe, schränkt mögliche Potenzen ein (g^k hängt nur von k modulo n ab) und spielt etwa bei Lagranges Satz für endliche Gruppen eine Rolle.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Ein Element unendlicher Ordnung erzeugt eine unendliche zyklische Untergruppe und zeigt keine endliche Periodizität; das ist die Negation von Torsionseigenschaften.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Der Begriff ist nur dort definiert, wo wiederholte Anwendung einer binären Operation am gleichen Element sinnvoll ist (Gruppen, Monoide, Moduln via wiederholte Addition); er setzt ein neutrales Element voraus und ist nicht allgemein auf algebraische Objekte ohne Identität anwendbar.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Ordnung kann mit dem Exponent (dem globalen kgV der Elementordnungen) oder mit valuation‑artigen Maßen verwechselt werden; die Spannung liegt zwischen einem lokalen ganzzahligen Invariant pro Element und globalen Invarianten der Struktur.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Die Ordnung ist die elementare Periodenzahl eines Elements: die kleinste positive Wiederholung, die zum neutralen Element führt, sie identifiziert die erzeugte zyklische Untergruppe und bildet die Grundlage vieler Teilbarkeits‑ und Untergruppenbeziehungen in der Algebra.